Laserakupunktur

Die Laserakupunktur existiert bereits seit fast 30 Jahren. Für die Therapie wurden vor allem Geräte benutzt, die nur einen Behandlungspunkt mit Laserlicht stimulieren konnten (Laser-Pens). Bei den meisten Modellen war aber die Energie am Akupunkturpunkt zu gering und die Behandlungszeit von 2-3 Minuten an jedem Punkt zu kurz, um subjektive Linderung der Beschwerden und objektiv nachweisbare Effekte erzielen zu können.

Auch die Kriterien der chinesischen Medizin können mit Laser-Pens nicht erfüllt werden, da nur eine Punktekombination, die entsprechend dem Krankheitsbild des Patienten ausgewählt wird, bei gleichzeitiger Behandlung mehrerer Akupunkturpunkte durch die Stärkung oder Lösung des blockierten Qi (Lebensenergie) zum Erfolg der Behandlung führen kann.

Das relativ neue und moderne Verfahren der Lasernadelakupunktur bietet eine völlig schmerzfreie Alternative zur klassischen Nadelakupunktur, denn die Erfahrung zeigt, dass viele Patienten negativ auf die Vorstellung reagieren, mit Nadeln gestochen zu werden.

Durch das speziell für die Lasernadelakupunktur entwickelte und in der Europäischen Union zugelassene einzigartige Gerät können die entsprechenden Akupunkturpunkte (gleichzeitig bis zu acht Punkten!) statt mit Nadeln mit mehreren Laserstrahlen  stimuliert werden. Dabei muß der Begriff "Lasernadel" richtig verstanden werden und zwar so, dass bei der Therapie nicht gestochen wird, sondern nur der Laserstrahl  scharf fokusiert wie eine Nadel in den Akupunkturpunkt eindringt.

Die Wirkung der Lasernadelakupunktur wurde in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen (unter anderem von Prof. Dr. G. Litscher). Die Lasernadeln können auf der Haut mit speziellen für Einmalgebrauch entwickelten selbstklebenden Hülsen aus Plastik befestigt oder in speziellen Applikatoren für die Behandlung von größeren Flächen zusammengebunden werden (s. weiter Lokalbestrahlung). Das hochkonzentrierte Laserlicht tritt völlig schmerzlos in das Gewebe ein und führt zu biostimulierenden und reparativen Effekten ohne jegliche Nebenwirkungen. Die Behandlungsindikationen sind dieselben, die für die klassische Akupunktur mit Metallnadeln gelten. Diese beinhalten sämtliche Schmerzsyndrome des orthopädischen und neurologischen Bereiches, Krankheiten aus der Inneren Medizin, Neurologie (u.a. Schlaganfall), HNO-Bereich, psychosomatische Erkrankungen, Rehabilitationstherapie nach Operationen, Allergie und Suchterkrankungen.

Insbesondere in der Kinderheilkunde lässt sich die Lasernadelakupunktur als ideale Methode nachweisen, weil die klassische Akupunktur mit Einstechen der Metallnadeln bei Kindern oft wegen Angst unmöglich ist. Auch bei Patienten, die blutverdünnende Medikamente wie z.B. Marcumar einnehmen, kann Akupunktur mit Nadeln wegen Blutungsgefahr nicht angewendet werden. Die Einnahme von o.g. Medikamenten ist eine absolute Kontraindikation gegen Akupunktur. Mit Laserakupunktur können auch diese Patientenkreise problemlos behandelt werden.

Die  Erfahrung hat gezeigt, dass die Lasernadelakupunktur zu einer lang anhaltenden Linderung oder Beseitigung der Beschwerden führt und keine Nebenwirkungen aufweist.